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Das Einhalten einfacher Verhaltensregeln schützt vor Montezumas Rache
Der
Reisedurchfall ist die häufigste Erkrankung im Urlaub. Jeder zweite Urlauber
leidet während seiner Ferien an Reisediarrhö, wobei das Risiko erheblich vom
Reiseziel und dem individuellen Reisestil abhängt. Durch das Einhalten von
einfachen Verhaltensregeln lässt sich diese Erkrankung jedoch verhindern.
"Neben vernünftiger Hygiene gilt die alte englische Kolonialweisheit "Boil
it, cook it, peel it or leave it!" als Faustformel. Also: Wasser immer
abkochen, die Nahrungsmittel ausreichend erhitzen, Obst und Gemüse großzügig
schälen oder darauf verzichten", berichtet Diplom Oecotrophologin
Ann-Margret Heyenga von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik
(GfED) http://www.ernaehrungsmed.de.
Verursacher des Reisedurchfalls sind in den meisten Fällen
Mikroorganismen, die der Urlauber über Trinkwasser oder Lebensmittel
aufnimmt. Wenn der Kreislauf und das Abwehrsystem zudem durch ungewohnte
Klimaverhältnisse, Jetlag und fremde Essgewohnheiten geschwächt sind, haben
die Krankheitserreger leichtes Spiel. Jede Durchfallerkrankung geht mit
einem hohen Verlust an Flüssigkeit und lebenswichtigen Mineralstoffen
einher, was vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu schneller
Austrocknung und Kreislaufstörungen führen kann.
Während und nach dem Durchfall muss der Betroffene auf eine ausreichende
Flüssigkeitszufuhr achten. Zu empfehlen sind stilles Wasser, Kamillen- oder
Fencheltee oder eine kräftigende Bouillon. Cola ist nicht zum
Flüssigkeitsersatz bei Durchfall geeignet, da neben dem hohen Kaloriengehalt
das enthaltene Koffein und der hohe Zuckergehalt den Darm reizen und die
Symptomatik dadurch verstärken. Bereits vor Reiseantritt sollten
Informationen beim Arzt oder Apotheker eingeholt und die wichtigsten
Medikamente für den Urlaub besorgt werden. In jede Reiseapotheke gehören
Elektrolytersatz-Präparate, Mittel gegen Übelkeit und gegen Durchfall,
betont Heyenga. Bei schweren Durchfall-Erkrankungen oder wenn der Durchfall
länger als zwei Tage andauert, sollte man allerdings auf eine
Selbstmedikation verzichten und einen Arzt aufsuchen.
Zu den riskanten Lebensmittelgruppen im Urlaub zählen eisgekühlte
Getränke (Eiswürfel), rohe Salate und Salatsoßen, ungekochtes Wasser
(Leitungswasser), Getränke ohne Versiegelung, ungeschältes Gemüse und Obst,
rohes Fleisch, roher Fisch und Meeresfrüchte, Sahneeis, Softeis, Mayonnaise
und Milch.
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