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Das Laien-Freilichtspiel findet am originalen Schauplatz statt. Rund
herum: Weltstadtluxus und ein ganzes Walserdorf mit Beizli und Hotel.
In Maienfeld (Schweiz)
hörte man von den Musical-Plänen der Konkurrenz in Walenstadt erst, als ihre
kleine, aber feine Mundartaufführung der Heidi-Geschichte im echten
Heididörfli schon beschlossen war. Heute freuen sich die Verantwortlichen
über die zufällige Parallelität: Sie bringt ihnen ungeahnte Beachtung. Dass
Laien am Werk sind, schmälert sicher die Perfektion. Wer aber zum Beispiel
die Darstellerin der blinden Grossmutter ihren Part aufsagen hört, spürt die
ganze Hingabe, die die Frau in den rührenden Text steckt. Echte Menschen in
einem gut erhaltenen Dorfambiente von anno dazumal: Das hat hohen Reiz.
Ab 28. Juli: Das Dialekt-«Heidi» spielt mitten im Heididörfli Oberrofels,
das zu Maienfeld gehört. Laut Experten hat sich Johanna Spyri ihr «Dörfli»
(das Winterquartier von Heidi, Öhi und Geissenpeter) genau hier gedacht.
Denn sie kannte die Walsersiedlung von ungezählten Wanderungen, die sie mit
einer Freundin aus Jenins hier gemacht hatte. Wanderungen, die auch auf die
Alp Ochsenberg führten, die ihr wohl als Vorbild für die Alp des Alpöhi
diente. Die gedeckte Tribüne für 240 Zuschauer wird über dem Garten eines
noch bewohnten Hauses aufgestellt; das Geschehen spielt sich auf Strassen
und Weglein des Örtchens ab. Ein Chor singt einige Lieder. Hintergrund: das
Falknismassiv, das im Buch eine wichtige Rolle spielt.
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