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Cisalpino bietet in der Toscana neu einen Limo-Service bis zur
individuellen Unterkunft an. Von Peter Hummel
Konkurrenz
führt zu neuen Ideen. Jüngstes Beispiel: Cisalpino, das
italienisch-schweizerische Bahnunternehmen für den alpenquerenden
Personenverkehr, will seine Kundschaft nicht kampflos demBus-, Flug- und
Individualverkehr überlassen und lanciert nun ein Angebot, das den Zug
erstmals «übers Ziel hinausfahren» lässt: Wer in
Zürich um 7.42 Uhr den
direkten Neigezug nach
Florenz besteigt, wird dort auf dem Perron von einer
Hostess abgeholt und mit einem Taxi-Bus an sein Wunschziel gefahren - sei es
ein Hotel, ein Gutshof oder eine
Ferienwohnung.
Der Preis ist heiss: In einem Umkreis von 30 Kilometern ab Florenz zahlt
man (2. Kl. mit Halbtax) retour lediglich 199 Franken, darin eingeschlossen
Platzreservationen und ein Speisewagenbon von 20 Franken; der Limo-Service
ist nur mit 7 Franken eingerechnet. Für die zweite Zone bis 90 Kilometer
wird ein moderater Aufpreis von 60 Franken verlangt. Mit diesem attraktiven
Angebot sollen etwa Ferienhausbesitzer dazu bewogen werden, aufs eigene Auto
zu verzichten. Für Toscana-Neulinge lohnt sich die Variante mit Unterkunft:
Für einen Aufpreis ab 96 Franken pro Nacht wird ein Dreisternehotel
mitgebucht; im Standardangebot sind 16 Hotels. Einziges, nicht
unwesentliches Handicap dieses Pakets ist die eingeschränkte Mobilität vor
Ort. Zwar ist der Taxi-Bus-Service ab 460 Franken auch tageweise erhältlich
- das komfortable Vergnügen wird sich aber kaum eine Familie leisten.
Cisalpino ist sich dieses Mankos bewusst und verhandelt derzeit mit einem
Mietwagenanbieter, der in kleineren Städten Vertragspartner hat. Sympathisch
wäre ein Mittelweg: die Fahrradmitnahme. Leider herrscht auf den
gegenwärtigen Neigezügen Transportverbot; bleibt zu hoffen, dass die ab Ende
2007 eingesetzten neuen Kompositionen ein Veloabteil haben. Vorbildlich ist
dafür, dass die Cisalpino-Verbindungen die ersten durchgehend rauchfreien
Züge nach Italien sind.
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