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Experten sagen keinen Einbruch nach Terror-Anschlägen voraus
Nach Ansicht von Tourismusexperten wird der Fremdenverkehr in der
britischen Hauptstadt durch die Bombenanschläge vom 7. Juli 2005 nur
kurzfristig zu Einbußen führen. Am Beispiel
Madrid sei deutlich geworden, dass die Einbrüche bei den Besucherzahlen
nur kurz anhielten, berichtet der Branchendienst Focus on Travel News
http://www.ftnnews.com.
Experten wie der Tourismusanalyst Anthony Rodolakis von
PriceWaterhouseCoopers in Tampa sprechen von einem kurzen Knick in der so
erfolgreichen Tourismusentwicklung in der britischen Hauptstadt. Im April
2005 lagen nach Angaben der Analysten die Zimmerpreise in London um 9,7
Prozent höher als im Vorjahr. Auch die Auslastung stieg in derselben Periode
um 3,6 Prozent. Die Hotels in der Inselhauptstadt sind zu 80 Prozent
ausgebucht und die Entwicklung für das laufende Jahr 2005 ist stark. "Nun
ist allerdings alles möglich", so Rodolakis.
Unklar ist allerdings wie lange der Einbruch tatsächlich dauern wird. Das
Centre of Asia Pacific Aviation (CAPA) http://www.centreforaviation.com
erinnert mit Schrecken an die Folgen des Terroranschlages auf eine Diskothek
in Bali im
Oktober 2002: Im letzten Quartal des Jahres sank die Zahl der Touristen um
32 Prozent. Auch im darauf folgenden Jahr lagen die Zahlen um 22 Prozent
niedriger als im Jahr zuvor. Zu einer Erholung sei es erst 2004 gekommen.
Erfolgreich waren auch die ersten vier Monate des Jahres 2005. Das CAPA
berichtet auch, dass die Zahlen für
Thailand im ersten Quartal
2005 um 1,4 Prozent höher lagen als im Vergleichszeitraum 2004. Die Folgen
des Tsunami zehren immer noch schwer an der Tourismusindustrie Ostasiens.
Dennoch bleiben die Zahlen auf die gesamte Region umgelegt positiv: Asien
und der Pazifik verzeichneten nach Angaben der Welttourismus-Organisation
WTO im ersten Quartal 2005 eine Steigerung um fast neun Prozent im Vergleich
zum Vorjahr.
Sieger im ersten Quartal 2005 am globalen Tourismusmarkt war der
Nahe Osten
mit Zuwächsen von 17 Prozent. In Sorge ist allerdings die
Luftfahrtindustrie. Sie fürchtet neue Einbußen nach Jahren langsamen
Wachstums seit 11.September. CAPA-Experten betrachten die Situation hingegen
relativ nüchtern: "Weltreisende scheinen eine wachsende Immunität vor den
Auswirkungen des Terrorismus und anderen Dämpfern zu entwickeln".
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