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Frankreich hat ein
neues Drei-Sterne-Restaurant. Der soeben erschienene «Guide Michelin» führt
damit 26 Gaststätten mit dieser höchsten Auszeichnung.
Neu dabei in der höchsten Riege ist «Le Clos des Cimes» im kleinen
Auvergne-Dorf Saint-Bonnet-le-Froid. «Ich bin überglücklich», jubelte der
Küchenchef Regis Marcon im Interview des Radiosenders France-Info. «Ich
betrachte das als eine Belohnung für 26-jährige Arbeit an diesem Ort.»
Das Kultbuch der französischen Gastronomie sollte in seiner neuen Auflage
ursprünglich erst am 2. März veröffentlicht werden, kam aber versehentlich
schon eine Woche vorher in den Buchhandel.
In der Kategorie der insgesamt 70 Restaurants mit zwei Sternen sind elf
Adressen neu dabei. Einen Michelin-Stern dürfen 402 Gaststätten, darunter 42
neu aufgenommene Adressen. 51 Einrichtungen wurden heruntergestuft, weil sie
ihr hohes Niveau nach Ansicht der Michelin-Testesser nicht halten konnten.
Neu eingeführt wurde die Kategorie «Espoirs» (Hoffnungsträger) für
Restaurants, die so viel versprechend erscheinen, dass sie künftig eine
höhere Wertung erhalten könnten. Hier wurden fünf Zwei-Sterne-Restaurants
aufgeführt, die sich Hoffnungen auf den begehrten dritten Stern machen
können.
Den vor 105 Jahren begründeten Restaurantführer mit dem
charakteristischen roten Einband gibt es inzwischen schon in zwölf Ausgaben
für insgesamt 20 Länder. Nummer 13 soll sich demnächst der Gastronomie in
New York widmen - seit Herbst sind dort bereits anonyme Testesser dabei, die
rund 500 Restaurants der amerikanischen Metropole zu beurteilen. |